Eine Kritik zu diesen Arbeiten
von Verena Paul, Portal Kunstgeschichte:

Bevor es den gebürtigen Göttinger als Fotografen nach Hamburg zog, studierte Martin Langer an der renommierten Fachhochschule in Bielefeld. Seine fotografischen Arbeiten wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet und finden sich heute in wichtigen öffentlichen und privaten Sammlungen...
...dabei begegnen uns zum Schmunzeln animierende, humorvolle, aber auch groteske Szenen aus dem Alltag. Ob in Farbe oder in schwarz-weiß, allen Werken sind Spuren menschlichen Lebens eingeschrieben.
Als genauer Beobachter seiner Umgebung, geht Langer mit viel Geduld ans Werk, denn nur der richtige Augenblick birgt jene qualitative Situationskomik, die den Betrachter ergreift, ihn zum Lachen bringt. Wenn der Fotograf eine Sekunde beim Betätigen des Auslösers zögert, könnte das bedeuten, dass die Wirkung verzerrt, das Bild seiner Aussagekraft beraubt und sich in der Masse von Schnappschüssen verlieren würde.
Sehen wir uns die Fotografien Langers an, so fällt rasch ihre Natürlichkeit auf. Und wenn der Künstler doch einmal etwas inszeniert, etwa beim Portraitieren von Spielzeugfiguren wie Bert aus der Sesamstraße, so findet er mit kindlicher, spielerischer Entdeckerfreude im leblosen Objekt eine menschliche Geste, eine instinktive Komik, die den Betrachter lange Zeit für sich zu vereinnahmen weiß. „Meine Bilder“, so der Fotograf, „erheben nicht den Anspruch einer Wahrheit, sondern geben Situationen wieder. Sie sollen unterhalten. Die Fotos sind Momentaufnahmen, die über die Dokumentation des Komischen eine augenzwinkernde Sicht auf den Alltag werfen wollen.“
Und so zeigt uns Martin Langer beispielsweise in einer Schwarz-Weiß-Aufnahme die seltsame Korrespondenz zwischen der auf einen Stock gestützten alten Frau und einem Picasso-Gemälde, auf dem in kubistischer Manier der Schädel eines Stieres zu erkennen ist. Oder wir erblicken zwei weiße Hunde, die auf dem Fahrer- und Beifahrersitz eines Autos sitzen. Hierbei kippt aber nicht nur die Situation (indem die Tiere menschliche Handlungen zu übernehmen scheinen), sondern es ist primär diese komische Physiognomie der Hunde, die unweigerlich an unserem Zwerchfell kitzelt.
Eine weitere Methode des Fotografen, um Komik des Alltags augenzwinkernd festzuhalten, artikuliert sich im Spiel mit Klischees, etwa bei der Arbeit „Gute Freunde kann niemand trennen“ aus dem Jahr 1990, bei der fünf Männer in Rückenansicht gezeigt werden. Das Komische dabei: Die Männer sitzen auf Holzstühlen und verfolgen entspannt mit einer Flasche Bier ein Fußballspiel – eben echte Kerle, die am Wochenende den örtlichen Verein fachmännisch beurteilen. Oder „Miss Barbie D.“, eine Frau, deren gestraffte Gesichtzüge mit den zu vollen Lippen ebenso künstlich wirken wie das wasserstoffblonde Haar und das rosafarbene Outfit. Es sind Momente, die mit dem Vertrauten spielen, dieses aber überzeichnen und dadurch Komik evozieren....
...wir sollen schauen, genießen, lachen und uns auf diesem Wege Kunst gelöst und neugierig annähern.

Martin Langer, geboren und aufgewachsen in Göttingen.

Dort auch Abitur und Ausbildung zum Radio- und Fernseh-Techniker.

Danach Studium Foto/Film-Design und Bildjournalismus bei den Professoren Jäger, Boström, Heinemann an der FH Bielefeld, Abschluss Note im Diplom 1,0.

Seit 1992 von Hamburg aus als freier Fotograf für Zeitschriften, Verlage, Agenturen
und Direktkunden unterwegs.

Schwerpunkte: News Feature. Sozial-Reportage. Portrait. Reise.

Besonderer Schwerpunkt: Foto-Satire im gesellschaftlichen Alltag.
Zahlreiche Ausstellungen, Auszeichnungen und Preise.




Liste meiner Ausstellungen/Stand 2017


Bielefeld, Galerie Lampingstraße, "Einblick", 1982

Lincoln-Nebraska/USA, University of Nebraska, "Ourselves", 1983
Kunsthalle Bielefeld, "Standpunkte", 1984
Nahariya/Israel, Municipal Museum, "Bühne des Alltags", 1985
Museum für Photographie, Braunschweig, "Realistische Fotografie", 1986
Museum für Photographie, Braunschweig, "Sequenzen, Serien, usw...", 1987
Galerie Znüni, Bielefeld, "Bühne des Alltags", 1989
Friborg/CH, Museum für Kunst, "Fribourg", 1991
Galerie Rahmel, Köln, "Genuß", 1992
Galerie Rahmel, Köln, "Menschensbilder", 1994
Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, "Deutschland erotisch", 1995
Magdeburg, Landtag, "Marienborner Elegie", 1995
Salzwedel, Jenny-Marx-Haus, "Zwischen Marienborn und Finsterwalde", 1997

Hochbunker, Bielefeld, 24 Stunden Bielefeld, Juni 2000
Grand Central Station NYC, "MILK-Exhibition", 2001
Outdoor, Auckland, New Zealand, "MILK-Exhibition", 2001
Foto-Symposium Bad Herrenalb, 2002
Hamburg, Altonaer Museum, "Selbstportraits Hamburger Fotografen", 2002
Galerie Feinkunst Krüger, Hamburg, "Du tust mir gut", 2002
Berlin/Hamburg, ein Beitrag in "Rückblende 2002", dem deutschen Preis für politische Fotografie. 2003

Hamburg, Gruner & Jahr, Galerie 11, "Ich bin kein Berliner", 2004
Mannheim, Galerie Alte Feuerwache, Preisträger WeldeKunstpreis, 2004
Hamburg, PPS-Galerie, Klubfoto-Projekt "Nachts", 2004
Berlin, AnyWay-Galerie, "Sampler", 2005
Hilden, Wilhelm-Fabry-Museum, Sammel-Ausstellung "Augenblick, verweile doch", 2006
Hamburg, Spiegel-Galerie, "Einer mit Humor", 2006
Hamburg, Gruner & Jahr, Klubfoto-Projekt "Berühmt", März/April 2006

Frankfurt, Jüdisches Museum, Ignaz Bubis-Ausstellung, Foto-Beitrag zum Rechtsextremismus, 2007
Berlin/Hamburg, ein Beitrag in "Rückblende 2007", dem deutschen Preis für politische Fotografie. 2008
Berlin/Bonn/Halle/Bremen, ein Beitrag in "Die Macht der Sprache im Bild", Goethe-Institut, 2007/2008
Hamburg, Galerie Robert Morat, "Originale", eine Werkschau der besonderen Art. 2008/2009
Hamburg, Alter Elbtunnel, sieben Bilder in "ELBaRT", Mai 2009
Hamburg, Cap San Diego, Klubfoto-Projekt "Unterwegs", Oktober 2010
Dresden, Deutsches Hygiene Museum, "Das neue Deutschland", Gruppenausstellung, 03-10.2014 Hamburg, Galerie FreeLens, "Marienborner Elegie", November 2014 - Januar 2015
Hamburg, Galerie FreeLens, "Bitte warten", Gruppen-Ausstellung, Februar/März 2016
Bielefeld, Kommunale Galerie, "Zweierlei vom Langer", Oktober 2016 - Januar 2017

Hamburg, Galerie Hilldegarden im Hochbunker, Gruppenausstellung "The Surface Surfer", Januar 2017


Bilder in den Sammlungen Prof. Jäger/Bielefeld; Prof. Gruber/Köln; Prof. Gundlach/Hamburg;
Kunsthalle Bielefeld; Museum für Photographie/Braunschweig; Haus der Geschichte/Bonn;
Deutsches Historisches Museum/Berlin; Deutsches Auswandererhaus/Bremerhaven


Auszeichnungen für fotografische Arbeiten/Stand 2015


1. Sieger Photo-Reportage Sion/Schweiz 1983
3x dritter Preis bei den internationalen Nikon-Contests 1987/88/89

Spezialauszeichnung der 4. Triennale Fribourg/Schweiz 1985
1. Preis des Publikums, Fotofestival Knokke-Heist/Belgien 1991
1. Sieger Kodak-Nachwuchsförderpreis 1991
1. Preis International Fuji Press Photo Award 1995 (Reportage Greenpeace vs. Shell Brent Spar)
1. Preis Deutsches Spielzeug-Institut 1997 (Reportage TippKick)
Auszeichnung beim Hansel-Mieth-Preis 2002 (Foto-Essay Wilhelmsburg, für den STERN)
1. Preis Foto-Symposium Dokumentar-Fotografie Bad Herrenalb 2002
Förderpreis des Kulturwerks der Verwertungs-Gesellschaft Bild-Kunst 2002
3. Preis WeldeKunstpreis 2004 zum Thema Passion
Auszeichnung bei "Die Macht der Sprache", Goethe-Institut 2007

3. Preis Schnittmenge M 2007
2. Preis Nikon-Photo-Contest-International NPCI 2007
Förderpreis des Kulturwerks der Verwertungs-Gesellschaft Bild-Kunst 2015

0177 - 2085095
040 - 37519084
back
Home

Jaja, der Langer,
dieser Tausendsassa - eins muß man ihm lassen - gut sieht er nun mal aus...

martin langer, foto, langerfoto, hamburg, photo, fotografie des Hamburger Foto-Designers und Foto-Journalisten Martin Langer, fotografie, foto, langer, echt, photo-design, fotograf, journalismus, bildjournalist, situationen, sensationen, komisch, daily life, funny, design, deutschland, editorial, feature, foto-design, galerie, gallery, germany, journalism, journalist, martin, news, news-feature, photographer, photography, portfolio, reportage, situations, skurril, unusual, weird, werbung, alltag, neue knaller, seltsam